Dekanat Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Oberpfalz

Region Mitte

Tatort Bibel

Kriminell geht es in diesem Sommer zu. Vier große Fälle werden neu aufgerollt und bewertet - auf der Kanzel. Fast schon wie bei Pfarrer Braun mit Ottfried Fischer.
Vier Theolog*innen, vier Predigten, vier Gemeinden. Und es wird im wahrsten Sinne „mords“ spannend.

  • Bei Diakonin Sara Makari war am Anfang ein Mord (Kain und Abel).
  • Gut geht die Geschichte zuerst bei Pfarrer Heinrich Arweck geht aus: mit einer spektakulären Flucht (Paulus in Damaskus).
  • Liebe tötet bei Pfarrer Dr. David Scherf, der selbst wie der Mörder mit Vornamen heißt (David und Batseba). Ein Skandal im Königshaus. Zufall?
  • Und bei Pfarrer Stefan Fischer kommt der Kopf ab. Leider ist es nicht der Mörder, der auf dem Silbertablett präsentiert wird (Johannes der Täufer).

Die Amberger Sommerpredigten finden heuer zum dritten Mal statt. Immer um 9:30 Uhr in den jeweiligen Kirchen mit dem Ziel, die Kirchengemeinden einander näher zu bringen. Lassen Sie nicht nur die Predigenden wandern, reisen Sie und kriminalisieren Sie mit!

Amberger Krimisommer

Karfreitagsgottesdienst des Dekanats

Tauffest in Amberg

tauffest

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Berufung von Schwester Gerlinde Fuchs als Pädikantin

St Johannis Fuchs 1Schwester Gerlinde Fuchs hat ein bewegtes Leben geführt. Jetzt ist sie im Ruhestand, legt aber nicht die Hände in den Schoß, sondern sucht sich neue Aufgaben: In der St.-Johanniskirche in Sulzbach-Rosenberg wurde sie jetzt als Prädikantin berufen.

Dekan Karlhermann Schötz ging auf die Bedeutung der Predigt in einer missionarischen Kirche ein. In der heutigen Zeit, führte er aus, basteln sich viele Menschen eine Mischung aus Christentum, Buddhismus, Esoterik, Spiritismus und Magie, weil sie ohne Übersetzung keinen Zugang mehr zu Worten wie „Gott, Gnade, Glaube, Kirche“ finden. Deshalb, so der Dekan, „brauchen wir immer wieder Menschen, die die Botschaft Gottes verkündigen.“ Missionarische Kreativität sei erforderlich für die frohe Botschaft, dass Gott ein erfülltes und glückliches Leben für alle seine Menschenkinder will.

Als Prädikantin sei Sr. Fuchs aufgerufen, den christlichen Glauben überzeugt und überzeugend zur Sprache zu bringen. Dabei sei es das Ziel, die Liebesbewegung Gottes in die Welt zu bezeugen und fortzusetzen. Aber eine missionarische Kirche, schloss Dekan Schötz, sei nicht allein für das Seelenheil von Menschen verantwortlich, sondern auch für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung: „Sie engagiert sich deshalb für Solidarität, Toleranz und Zusammenhalt in der Gesellschaft.“
Der Dekan stellte Sr. Fuchs dann die Verpflichtungsfrage. Sie antwortete: „Ja, mit Gottes Hilfe“, dann segneten der Dekan, Pfarrer Uwe Markert, Pfarrer im Ruhestand Hannes Ostermayer und Diakon Bernd Deyerl, der Cousin der Prädikantin, diese mit Handauflegen und Bibelsprüchen ein.

Sr. Fuchs dankte für das Vertrauen. „Das Evangelium, wenn wir es glauben, macht uns frei von allem Hochmut und anderen Sünden“, erklärte sie. Diese Botschaft des Evangeliums gebe etwas, was keine Wissenschaft bieten könne, nämlich die Versöhnung mit Gott. Sie wolle dazu beitragen, das zu verbreiten. Deshalb sei sie Prädikantin geworden. In den Fürbitten bat sie um den Mut zum Glauben.

St Johannis Fuchs 2Sehr festlich wurde der Gottesdienst von Doris Weidner an der Orgel und dem Posaunenchor des CVJM unter der Leitung von Kurt Lehnerer gestaltet.
Nach dem Gottesdienst traf sich die Gemeinde im Schatten vor der Kirche zu einem musikalischen Frühschoppen, den die Bläser mit frohen Weisen umrahmten. Die evangelischen Rosenberger nutzten gern diese Gelegenheit, Schwester Fuchs noch näher kennenzulernen.

Zur Person

Schwester Gerlinde Fuchs ist gebürtige Rosenbergerin. Unter dem Einfluss des damaligen Rosenberger Pfarrers Georg Hammer, bei dem sie konfirmierte, entschloss sie sich, Diakonisse zu werden. So absolvierte sie eine zweijährige Ausbildung und besuchte anschließend die Fachakademie für Sozialpädagogik. Dann arbeitete sie in verschiedenen Kindergärten, bis sie sich 1979 der Marburger Mission anschloss. 1981 wurde sie nach Japan gesandt, wo sie 34 Jahre lang bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand wirkte. Sie kehrte nach Rosenberg zurück, wo sie seitdem ihre Angehörigen pflegt. Für diese anstrengende Tätigkeit ist ihr Engagement ein guter Ausgleich: Sr. Gerlinde Fuchs feiert als Prädikantin Gottesdienste, außerdem bietet sie Frauenstunden an und leitet den Seniorenkreis.

Ordination Stefan Fischer

Es war ein ganz besonderer Tag, stellte Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiss fest. Auf den Tag genau wurde das 60-jährige Jubiläum der Christuskirche gefeiert. In all diesen Jahren war die Kirche ein „großer, wärmender Hort für die Gemeinde und darüber hinaus“, so der Bischof. Außerdem wurde Stefan Fischer zum Abschluss seines zweieinhalbjährigen Vikariats in der Christuskirche zum Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirche ordiniert.

Stadtpfarrer Dr. Roland Kurz, der während des Vikariats Fischers Mentor war, konnte eine große Festgemeinde begrüßen. Nicht nur zahlreiche Sulzbacher waren gekommen, sondern auch Vertreter der Gemeinde Hirschau, wo er seit dem 1. September arbeitet, Vertreter der Politik, der Schulen und viele Wegbegleiter und Freunde aus der Zeit seiner Ausbildung. Die Anwesenheit von Regionaldekan Monsignore Johannes Hofmann, Dillinger Franziskanerinnen und Schulschwestern unserer lieben Frau aus Auerbach machte deutlich, wie wichtig dem jungen Pfarrer die Ökumene ist.

In seiner Ansprache führte Regionalbischof Weiss aus, warum Pfarrer ein besonderer und ein besonders schöner Beruf ist, denn ein Pfarrer darf „Trost geben, nachhaltig und effektiv trösten“. Den Predigttext, das 2. Kapitel im Brief des Paulus an die Philipper, legte Weiss im Hinblick auf die Aufgaben und das Wirken eines Pfarrers aus. Der Apostel fordere hier die Christen auf, einander in Gleichheit zu begegnen, weil Gott sich ihnen in Christus gleichgestellt habe. „So ist der lebendige Gott auch unter uns wahrnehmbar. Jesus Christus ist unser Bruder, wir begegnen dem menschgewordenen Gott auf Augenhöhe.“

Fischer 1Für die Ordination kamen als Assistenten Vikarin Kathrin Spies, die Pfarrerinnen Maria Ammon und Heidi Kurz, Dirk Grafe, der stellvertretende Dekan von Weiden, Kirchenrat Dr. Jens Colditz und Pfarrer Kurz zum Altar. Sie alle, führte Fischer aus, haben ihn auf den verschiedenen Stationen seiner Ausbildung von der ersten Überlegung, Theologie zu studieren, bis zum Examen begleitet, unterstützt und ermutigt.

Auf die Ordinationsfrage, die Regionalbischof Weiss ihm stellte, antwortete Fischer: „Ja, dazu helfe mir Gott durch Jesus Christus in der Kraft des Heiligen Geistes“. Dann kniete er nieder, die Assistenten und Weiß legten ihm die Hände auf und gaben ihm Bibelsprüche mit auf den Weg.

Dann feierte Fischer mit der Festgemeinde das Abendmahl. Die Fürbitten trugen Kirchenvorsteher der Christuskirche und seiner neuen Hirschauer Gemeinde vor. Sie baten um eine Erneuerung der Kirche und glühenden Glauben sowie um Frieden für die Welt. Nach dem Segen lud Fischer die Festgemeinde zum Empfang in den Gemeindesaal ein.

Musikalisch wurde der Festgottesdienst sehr feierlich von den Posaunenchören der Christuskiche und aus Wirbenz unter der Leitung von Susanne Kropf, dem Chor Da Capo mit Dirigentin Friederike Seidel-Kohl, Solistin Julia Schmidt und an der Orgel KMD Gerd Hennecke gestaltet.

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