Dekanat Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Oberpfalz

Diakonie

Diakonie: Treffen mit Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe

Diakonie2Die Flüchtlinge kommen aus dem Irak, Iran, Syrien, Eritrea, Afghanistan oder anderen Ländern. Jeder von ihnen hat ein individuelles Schicksal, aber die Herausforderungen, mit denen ihre ehrenamtlichen Helfer konfrontiert werden, sind sich sehr ähnlich. Deshalb haben die Migrationsberatung und die Soziale Beratung für Asylsuchende des Diakonischen Werks jetzt die Ehrenamtlichen im Bereich Asyl- und Migrationsarbeit eingeladen.

Gertrud Strauß, Angelika Brandt, Silke Jüstel und Christa Hirsch sammelten zusammen mit den Ehrenamtlichen zu den Themen „Wo es brennt, wo es hakt“ und „Wo es fehlt, was es braucht“, wo Unterstützung nötig ist. Schwierigkeiten gibt es demnach vor allem bei der Versorgung mit Wohnungen, bei der Arbeitssuche und beim Geld. Außerdem haben die Ehrenamtlichen Fragen zum Asylrecht und zu Abschiebungen. Viele fühlen sich von der Vielzahl der Aufgaben überfordert. Sie wünschen sich Verstärkung durch mehr Flüchtlingspaten und allgemein mehr Informationen.

Diese ganz unterschiedlichen Herausforderungen konnten nicht ausführlich behandelt werden. Deshalb ist dieses Treffen der Beginn einer Veranstaltungsreihe zur besseren Betreuung der Ehrenamtlichen. Alle drei Monate soll es eine Begegnung geben. Eine Stunde lang wird ein Experte zu einem der Probleme sprechen, danach gibt es die Möglichkeit zum Austausch.

Diakonie1Aber nicht nur über die vielfältigen Schwierigkeiten wurde gesprochen. Die ehrenamtlichen Helfer berichteten auch sehr viel Positives. Sie lernen Menschen und Kulturen kennen und erfahren Dankbarkeit und Respekt. Als besondere Highlights erzählten sie von ein gesundem Baby, das in einer Flüchtlingsfamilie geboren wurde. Ein Riesenerfolg war es, als junge Afghanen, die sie betreuen, einen Ausbildungsplatz fanden. Stolz und glücklich sind sie, wenn die Eingliederung der Neubürger in Sportvereine und kirchliche Aktivitäten gelingt.

„Nehmen Sie die Highlights mit, und wir probieren, die Probleme nach und nach gemeinsam zu lösen“, sagte Strauß zum Abschied und gab jedem Ehrenamtlichen als kleines Dankeschön und zur Aufmunterung eine blühende Tulpe mit.

ENH: Rotary Club Auerbach für Flüchtlings-Wohngruppe

20141002 ENSeit Mitte August haben zehn junge Männer aus Somalia, Eritrea, Afghanistan, Nigeria, Syrien und dem Senegal im Ernst-Naegelsbach-Haus (ENH) ein Zuhause auf Zeit gefunden. Gefahr für Leib und Leben auf sich nehmend sind die 16- bis 17-Jährigen aus den heimatlichen Krisenregionen geflüchtet, um Krieg und Folter zu entgehen. Eine Einkaufstüte mit Wechselkleidung war alles, was die jungen Männer im Gepäck hatten, als sie in Sulzbach-Rosenberg ankamen. Zusammen mit seinem Team versucht Heimleiter Stefan Reither nun den teilweise stark traumatisierten Flüchtlingen, den Start in ein Leben mit Perspektive zu ermöglichen.

Mit seinen aktuell 43 Mitgliedern unterstützt der Rotary Club Auerbach immer wieder Institutionen und soziale Projekte vor Ort. Auf die neue Flüchtlingswohngruppe im ENH aufmerksam geworden, kamen Präsident Dr. Michael Lehmann und Raiffeisenbank-Vorstandsvorsitzender Hans Renner extra in die Wichernstrasse, um sich persönlich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen.

Jürgen Fischer, der sich zusammen mit seinen Kollegen um die in Deutschland vorerst nur geduldeten Flüchtlinge kümmert, stand den beiden Rotariern Rede und Antwort. Nachdem der „erste Kulturschock“ überwunden war, beginnen die jungen Männer sich nach und nach einzuleben, so der Sozialpädagoge. Um bestehende Sprachbarrieren möglichst schnell abzubauen – denn Sprache ist nun einmal der Schlüssel zu Integration – besuchen die Heranwachsenden 20 Stunden in der Woche einen Deutsch-Kurs bei Kolping. Dieser trage bereits erste Früchte; unter der Zuhilfenahme von Händen und Füssen, seien die Jugendlichen nun bereits in der Lage, grundsätzliche Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen, so der 32-Jährige.

Beim TuS-Rosenberg können die Flüchtlinge an vier Nachmittagen zusammen mit anderen Jugendlichen ihre Geschicklichkeit im Umgang mit dem runden Leder unter Beweis stellen; dies helfe nicht nur, einen strukturierten Tagesablauf zu schaffen, sondern fördere auf eine non-verbale Art auch das Miteinander, so Fischer.

Selbst wenn die Jugendlichen bei gemeinsamen Aktivitäten nach außen recht unbeschwert wirken, sind die persönlichen Geschichten bewegend, teilweise erschütternd; dass das Erlebte Traumata hinterlassen hat, zeigt sich unter anderem dadurch, dass viele nur bei Licht und offenen Türen einschlafen können; einige können nachts nur mit medikamentöser Unterstützung zur Ruhe finden.

Um die wertvolle Arbeit, die im ENH im Zusammenhang mit den Flüchtlingen geleistet wird, zu unterstützen, überreichte Dr. Michael Lehmann im Namen des Rotary Clubs Auerbach Stefan Reither einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro. Der Heimleiter bedankte sich herzlich für die großzügige Spende, die es ihm ermögliche, schnell und vor allem unbürokratisch dringend Benötigtes – nicht zuletzt zweisprachige Wörterbücher, die die Verständigung erleichtern sollen – anzuschaffen. Neben Schreibmaterialien für den Deutsch-Kurs stiftete die Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg noch zehn WM-Bälle sowie Trinkflaschen für das tägliche Fußballtraining.

ENH: Spendenübergabe Weihnachts-Benefizaktion Raiba

WBA Raiba 1Die Weihnachts-Benefizaktion der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg war ein voller Erfolg. Durch die Unterstützung von 171 Spendern kamen ganze 12.307 Euro zusammen. Mit dem Geld soll den im Ernst-Naegelsbach-Haus (ENH) betreuten Kindern und Jugendlichen unter anderem ermöglicht werden, in einem Verein Fußball zu spielen, an Klassenfahrten teilzunehmen oder ein Instrument zu erlernen.

„Wir danken allen Spendern recht herzlich für Ihre Mithilfe. Um zu gewährleisten, dass jeder Cent auch genau dort ankommt, wo er so dringend benötigt wird, hat die Raiffeisenbank alle mit der Benefizaktion verbundenen Kosten übernommen.“ so Vorstands-Vorsitzender Hans Renner, nicht ganz ohne Stolz.

Stefan Reither bedankte sich im Namen des ENHs für die großzügige Zuwendung. „Wir unterstützen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie deren Familien in schwierigen Situationen. Neben ambulanten Hilfen im familiären Umfeld und einer heilpädagogischen Tagesstätte haben wir sechs Wohngruppen; Kinder, die nicht in der Geborgenheit des eigenen Elternhauses aufwachsen können, werden dort von erfahrenen Fachkräften abhängig von ihren individuellen Bedürfnissen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit begleitet.“ so der Heimleiter. Diese Aufgabe sei nicht immer einfach; dass es – obwohl wir sehr gut haushalten – manchmal am Nötigsten fehle, stimme nachdenklich, so der Diplom-Pädagoge.

„Wer den Mount Everest besteigen will, wird schnell feststellen, dass die Luft in höheren Gefilden ziemlich dünn ist.“ so Karlhermann Schötz. „Bekommt man aber etwas Sauerstoffzufuhr, fällt das Atmen leichter und auch hochgesteckte Ziele rücken in greifbare Nähe.“ so der Dekan, hoch erfreut über „etwas Luft“ im Budget des ENHs.

felixd 2Jeder, der sich an der Benefizaktion beteiligte, nahm automatisch an einer Verlosung teil. Zu gewinnen gab es ein Candle-Light-Dinner im 4-Sterne-Hotel und eine Kanu-Erlebnis-Tour; der Hauptpreis – gestiftet von Familie Nägerl aus Illschwang – war ein Wellness-Wochenende für zwei Personen im Landhotel „Weißes Roß“. Die glücklichen Gewinner wurden von Kindern aus dem ENH gezogen und werden in den nächsten Tagen schriftlich benachrichtigt.

ENH: Spende Rotary Club Auerbach

trorAls Teil der 1905 in Chicago gegründeten weltweiten Hilfsorganisation unterstützt der Rotary Club Auerbach mit seinen derzeit 41 Mitgliedern immer wieder Institutionen oder soziale Projekte vor Ort. Überzeugt von der wertvollen Arbeit, die im Ernst-Naegelsbach-Haus (ENH) in Sulzbach-Rosenberg Tag für Tag geleistet wird, wollten die Rotarier rund um Präsident Walter Tausendpfund dem Kinder- und Jugendheim die Realisierung eines bereits länger geplanten Projektes ermöglichen.

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ENH: Spendenübergabe Amberger Klosterladen und Stiber

pflaterJedes Jahr unterstützen der Amberger Klosterladen und die „Stiber“ soziale Projekte und Einrichtungen vor Ort. Da Geschäftsinhaberin Evelin Fischer-Farr und Märchenerzählerin Tanja Weiß keine „konventionelle“ Spendenübergabe wollten, haben sie für die Kinder und Jugendlichen des Ernst-Naegelsbach-Hauses (ENH) am vergangenen Wochenende ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt, das keinerlei Wünsche offen ließ.

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