Dekanat Sulzbach-Rosenberg

evangelisch in der Oberpfalz

ENH: Spendenübergabe Amberger Klosterladen und Stiber

pflaterJedes Jahr unterstützen der Amberger Klosterladen und die „Stiber“ soziale Projekte und Einrichtungen vor Ort. Da Geschäftsinhaberin Evelin Fischer-Farr und Märchenerzählerin Tanja Weiß keine „konventionelle“ Spendenübergabe wollten, haben sie für die Kinder und Jugendlichen des Ernst-Naegelsbach-Hauses (ENH) am vergangenen Wochenende ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm auf die Beine gestellt, das keinerlei Wünsche offen ließ.


Los ging es in der Schlossabteilung des Stadtmuseums, wo Tanja Weiß die Jugendlichen mit auf eine spannende Zeitreise ins Mittelalter nahm. Begleitet von Spielmann Albrecht von der Wiese und flankiert von den Rittern Heinrich von Stein zu Neidstein, Gelphard von Koenigstein zu Rosenberg sowie Gottfried von Holensteyn ließ die Stiberin die Geschichte der Bertha von Sulzbach auf nur wenigen Quadratmetern lebendig werden. Dabei erfuhren die Kids unter anderem, dass es die gebürtige Herzogstädterin war, die als einzige Deutsche auf dem byzantinischen Kaiserthron eine kleine, aber wichtige Zeitspanne in der Geschichte der Weltstadt Konstantinopel mitgeprägt hatte. Ganz fasziniert von den historischen Gewändern, schlug so manches Kinderherz höher, als sie Ritterhelm, Schwert und Schild selbst anlegen durften. Die „Stiber“ überreichten Heimleiter Stefan Reither eine kleine Schatztruhe mit 320 Euro, dem Erlös aus der Veranstaltung „Bertha von Sulzbach“ im letzten September. Als Erinnerung an den Besuch im Stadtmuseum übergab Leiterin Edith Zimmermann dem ENH einige Exemplare des liebevoll illustrierten Buches „Bertha in Byzanz“.
Angeführt von den Rittern und begleitet von Dudelsackmusik, machte sich die Gruppe auf den Weg ins Pflasterzollhaus, wo an liebevoll gedeckten Tischen bereits Tee, Nusszopf und Heidelbeer-Windbeutel bereit standen. Nach der willkommenen Stärkung erfuhren die Jungen und Mädchen unter anderem, dass in Sulzbach bis 1931 Pflasterzoll erhoben wurde, dass der letzte Zöllner am Haagtor neben seinem Amt Schuster war, und dass der älteste Deckenbalken des Gebäudes nachweislich aus dem Jahr 1505 stammt.
Evelin Fischer-Farr war es ein besonderes Anliegen nicht nur Geld, sondern vor allem Freude zu schenken. Damit die Hilfe vor Ort auch in der Form ankommt, in der sie benötigt wird, hatte sie vorab im ENH nachgefragt, was die einzelnen Gruppen denn so gebrauchen könnten. „Ich habe die Liste Punkt für Punkt abgearbeitet, was teilweise gar nicht so einfach war.“ erzählt Fischer-Farr. Neben einem Kaffeegeschirr für die „Elche“ und zahlreichen Gesellschaftsspielen für die „Wölfe“, die Heilpädagogische Tagesstätte und die erst seit September 2013 bestehende Therapeutische Wohngruppe bekamen die „Panther“ unter anderem neue Schlafsäcke und Isomatten. Mit einem Schmunzeln fügt sie hinzu: „Haben Sie schon mal versucht, um diese Jahreszeit in den Geschäften vor Ort Campingsachen zu bekommen?“
Fulminanter Höhepunkt eines unvergesslichen Tages war mit Sicherheit die atemberaubende Feuershow der „Stiber“. Stefan Reither bedankte sich abschließend nochmals für das große Engagement; dies sei ein Tag, der allen Beteiligten bestimmt noch lange im Gedächtnis bleibe, so der 43-Jährige.

Fotos:
Bild 1. Gruppenbild vorm Pflasterzollhaus: Evelin Fischer-Farr vom Amberger Klosterladen (Mitte links), Tanja Weiß (Mitte rechts), Heimleiter Stefan Reither (2. von rechts), Sozialpädagogin Claudia Kaiser von der Therapeutischen Wohngruppe (1. von rechts)
Bild 2. Tanja Weiß erzählt in der Schlossabteilung des Stadtmuseums über Bertha von Sulzbach
Bild 3: Selbst einmal Ritter sein
Bild 4: „Stiber“ übergeben Schatztruhe von Heimleiter Stefan Reither
Bild 5: Wissenswertes über`s Plasterzollhaus
Bild 6: Geschenke von Evelin Fischer-Farr vom Amberger Klosterladen
Bild 7: Atemberaubende Feuershow der „Stiber“

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