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Landesbischof besucht das Dekanat Eins

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Zwei Tage war der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Christian Kopp, zu Besuch in unserem Dekanatsbezirk - dem größten der "westlichen Hemisphäre, oder der ganzen Welt". Es ist tatsächlich so: Was die Fläche betrifft, sind wir Spitzenreiter in der Landeskirche und das merkte man auch beim Programm. Viele Wege mussten zurückgelegt werden und der Zeitplan war eng gestrickt, um rechtzeitig wieder am nächsten Ort zu sein. 

Landrat Richard Reisinger begrüßte Dekanin Dittmar und Dekan Guba mit dem Ehrengast im Landratsamt Amberg-Sulzbach, bevor es zur Erlöserkirche ging, in der das zukunftsweisende Konzept eines Umbaus, das auch die Konzeption der Gemeindearbeit betrifft, vorgestellt wurde.

Anschließend stellte sich der Landesbischof offen und authentisch den Fragen der Hauptamtlichenkonferenz in Schwandorf, bevor es dann weiter nach Weiden zum gut besuchten Gottesdienst und Empfang im Rathaus ging. Auch dort wartete das goldene Buch der Stadt und eine sehr wertschätzende und die kirchliche Arbeit anerkennende Rede des Oberbürgermeisters. Es folgte eine Sitzung des Dekanatsausschusses, wo die weitere Zukunftsplanung Thema war.

Bericht auf Oberpfalz TV

 

Tag 2: Die Tour durch die Bayerwaldgemeinden

 

Am Mittwoch reiste der Landesbischof über Cham und Bad Kötzting nach Bodenmais. In dieser Region engagiert sich die evangelische Kirche seit vielen Jahren mit zahlreichen Angeboten in der Tourismusseelsorge.

Tourismusexperte Tobias Wolf, Geschäftsführer der Bodenmais Tourismus & Marketing GmbH, verdeutlichte die hohe Bedeutung, die der Tourismus für die Kommune habe. Angebote von Seiten der Kirche seien gerne gesehen, denn neben den auswärtigen Gästen profitiere auch die einheimische Bevölkerung davon.

Pfarrer Matthias Schricker und Christiane Lorenz aus dem Gemeindebüro stellten Ideen vor, wie die Gemeinde Regen-Bodenmais ihre Angebote für Urlaubsgäste ausbauen möchte. Unter dem Motto „Urlauberseelsorge = Urlaub für die Seele“ ist an kurze, klare Formate gedacht, die auch tagsüber stattfinden können. Die Bereiche Natur und Spiritualität sollen verstärkt werden. Musik, Kunst und Bewegung, wie zum Beispiel Bibel-Yoga, stehen ebenfalls auf der Ideenliste. Pfarrer Matthias Schricker: „Wenn Kirche in der Urlauberseelsorge nicht präsent ist, verzichtet sie freiwillig auf einen ihrer offensten Kontaktpunkte zu kirchenfernen Menschen.“

Nach einem gemeinsamen Mittagessen stand das Thema Religionsunterricht in der Diaspora auf dem Programm. Dazu fanden sich die Schulleitungen und Bürgermeister Markus Hofmann zu einer Austauschrunde mit Schulreferent Armin Hamann in der Realschule Bad Kötzting ein.

Die letzte Station der Reise durch das Dekanat bildete am Nachmittag eine Andacht in der winterlichen Markuskirche in Lam.

 

 

Landesbischof im Dekanatsbüro Cham mit Pfr.Michael Rummel, Dekanin Ulrike Dittmar und Dekan Thomas GubaDekanin Ulrike Dittmar stellt eine Fortbildung für Ehrenamtliche zum Thema Andachtengestaltung vor.Landesbischof im Gespräch mit Gemeindemitgliedern in BodenmaisPfarrer Matthias Schricker bei der Präsentation in BodenmaisDer Landesbischof sitzt in Bodenmais in der Kirchenbank und verfolgt eine PräsentationLandesbischof mit Pfarrerehepaar Kathrin und Stefan Nagel aus Bad Kötzting vor dem GemeindebusDer Landesbischof sitzt mit mehreren Personen beim Essen.Gespräch mit Schulreferent Armin HamannGruppenbild: Landesbischof, Schulleitungen und Pfarrpersonen vor der Realschule Bad KötztingKirchenschild mit der Aufschrift St.Markus KircheLandesbischof vor einem bunten Glasfenster in der Markuskirche LamDer Landesbischof mit Bürgermeister Paul Roßberger aus LamPfarrer Stefan Nagel überreicht dem Landesbischof einige Geschenke

 

Resümee einer intensiven Reise

Landesbischof Kopp zeigte sich begeistert vom großen Engagement der Mitarbeitenden im größten Flächendekanat der bayerischen Landeskirche. „Das Engagement der Ehrenamtlichen, das Engagement der Hauptamtlichen - das hat mich enorm beeindruckt.“

Der Mut, Neues zu wagen, sei beispielhaft: „Ihr habt euch richtig was getraut, als ihr diesen großen Dekanatsbezirk gegründet habt.“ Heute miteinander evangelische Kirche zu sein, bedeute umzulernen und teamorientierter zu arbeiten. Denn die Kirche müsse in zehn Jahren mit deutlich weniger Mitarbeitenden und geringeren finanziellen Mitteln auskommen.

Er blicke dennoch zuversichtlich in die Zukunft: „Ich habe hier keinerlei Sorge um die Zukunft der Kirche gespürt. Die machen das hier.“

In Erinnerung bleibt ein sehr nahbarer Bischof der echtes Interesse an den Menschen vor Ort mitbrachte, an deren Bedürfnissen und Fragen. Gleichzeitig auch ein Christ, der gesellschaftliche Realitäten aufmerksam wahrnimmt und mit Zuversicht konzeptionell nach vorne denkt - orientiert an den Bedürfnissen der Menschen. Ein Landesbischof, der sein Amt leidenschaftlich lebt: "Der schönste Beruf ist Landesbischof! Es ist ein Geschenk jeden Tag neue und spannende Menschen kennenlernen zu dürfen", betonte Kopp.