Beer-Walbrunn-Tage mit besonderer Note

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Die Violine steht bei den Beer-Walbrunn-Tagen 2026 in Kohlberg im Mittelpunkt. Am Samstag, den 26.September findet um 19 Uhr ein Kammermusikabend in der katholischen Herz-Jesu-Kirche statt. Die Geigerin Monika Hager und Christian Reuter, renommierter Pianist und Dirigent aus Nürnberg, interpretieren Violinsonaten von Anton Beer-Walbrunn, Georg Philipp Telemann und Ludwig van Beethoven. Sie erweisen damit dem in Kohlberg geborenen, aber jahrzehntelang vergessenen Komponisten Anton Beer-Walbrunn (1864 – 1929) die Ehre. Im Anschluss an das Konzert gibt es die Möglichkeit zu einem Imbiss und Gesprächen im katholischen Pfarrheim.

Kirchenmusikalischer Gottesdienst

Am Sonntag, den 27.September ist wie in den Vorjahren ein Kirchenmusikalischer Gottesdienst geplant. Um 9.30 Uhr erklingen in der evangelischen Nikolauskirche Werke von Anton Beer-Walbrunn, Johann Sebastian Bach, Peter Cornelius und Max Reger. Außer Monika Hager an der Violine wirken Kantorin Anna-Magdalena Bukreev aus Weiden an der Orgel und Bariton Manuel Krauß an der musikalischen Gestaltung mit. 

Die Beer-Walbrunn-Tage haben in diesem Jahr eine besondere „Kohlberger Note“. Denn nicht nur der namensgebende Komponist hat einen Bezug zu der kleinen Oberpfälzer Gemeinde. Auch die ursprünglich aus Südtirol stammende Violinistin Monika Hager wohnt seit kurzem in Kohlberg. Bariton Manuel Krauß ist in Kohlberg aufgewachsen. 

Veranstalter

Veranstalter des kleinen Festivals ist der Anton Beer-Walbrunn Kunst- und Kulturverein Kohlberg mit seinem Vorsitzendem Martin Valeske. Der ehemalige evangelische Pfarrer von Kohlberg hat den über Jahrzehnte vergessenen Komponisten wieder entdeckt.  Er setzt sich dafür ein, dass viele musikalische Perlen des Oberpfälzers wieder aufgeführt werden können. Darüber hinaus sind in den letzten Jahren acht CDs mit Welt-Ersteinspielungen von Werken Beer-Walbrunns erschienen.

Anton Beer-Walbrunn war von 1901 bis zu seinem Tod im Jahr 1929 Lehrer an der Königlichen Akademie für Tonkunst in München. Darüber hinaus arbeitete er als Komponist und prägte das musikalische Leben Münchens in den ersten drei Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts maßgeblich mit. Sein umfangreiches musikalisches Schaffen wird heute in der Münchner Stadtbibliothek aufbewahrt. 

Weitere Infos gibt es auf der Website des Fördervereins.